• Joschika Trachsel

Sauerteig ansetzen, pflegen und verwenden

Sauerteigbrote sind bekömmlicher als normale Brote und schmecken richtig toll. Und Sauerteig herzustellen ist eigentlich gar nicht so schwierig. Traut Euch einfach ran und versucht es mal.

Am liebsten verwende ich Sauerteig aus Reismehl. Der hat einen neutralen Geschmack, kann überall verwendet werden und ist schön aktiv. Buchweizen geht auch gut, hat aber einen intensiven Eigengeschmack. Ebenfalls tolle Ergebnisse können mit Quinoa-Sauerteig erzielt werden.

Ich verwende beim glutenfreien Brotbacken keine Metallschüsseln oder Metallutensilien (ausgenommen der Knethaken). Somit wohnt mein Sauerteig in Glasbehältern welche gut verschliessbar sind.


Du brauchst:

- Glasbehälter, mind. 0.5 ltr. gut verschliessbar mit grosser Öffnung oben

- Mehl Deiner Wahl

- Einen kleinen Teigspatel oder Plastiklöffel zum rühren

- Leitungswasser (ohne Chlor!), lauwarm


Sauerteig ansetzen:

25 g Mehl mit 25 g Wasser gut verrühren und bei Zimmertemperatur stehen lassen. Deckel nur lose auflegen oder mit einem Tuch abdecken. Der Ansatz muss atmen können!


Nun alle 8 - 12 Stunden jeweils wieder mit 25 g Mehl und 25 g Wasser nachfüttern. Die Konsistenz des Teiges soll nicht flüssig, aber auch nicht fest sein. Er darf träge vom Löffel fliessen.


Je nach Mehlqualität sind nach wenigen Fütterungen erste Aktivitäten erkennbar. Das können sein:

- es bilden sich Blasen an der Oberfläche

- das Volumen ist nach der Ruhezeit deutlich mehr als vorher

- der Teig wölbt sich nach oben


Sauerteigansatz kann durchaus säuerlich riechen, auch kann sich an der Oberfläche Wasser absetzen (einfach wieder mit unterrühren). Riecht er aber nach Alkohol oder bildet sogar Schimmel, weg damit.


Sind nach einer Woche keine Aktivitäten erkennbar ist der Versuch fehlgeschlagen. Meistens ist der Ansatz bereits nach +/- 10 Fütterungen genug aktiv um weiterverarbeitet zu werden.


Bei der Verarbeitung immer daran denken, nicht den ganzen Ansatz aufzubrauchen. Mindestens 25 g davon sollten zurückbehalten werden. Ist es mehr, auch egal. Dieser kann gut verschlossen (wichtig!) im Kühlschrank aufbewahrt werden. Spätestens alle 2 Wochen sollte der Ansatz aber wieder gefüttert werden. Dazu einfach wieder 25 g Mehl und 25 Wasser untermischen und bei Raumtemperatur reifen lassen.


Brotteige mit Sauerteigansatz können mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahrt und fermentiert werden. Dadurch wird das Brot lockerer, luftiger und bekömmlicher. Spätestens nach sechs Tagen aber, sollte der Teig verarbeitet werden. Dazu den Teig nur noch ganz leicht in Form bringen - nicht mehr kneten - und abgedeckt bei Raumtemperatur nochmals etwas gehen lassen. Danach ab in den Ofen und auf die Kostprobe freuen.


Über Fotos und Feedbacks dazu freue ich mich. Markiert eure Fotos auf Facebook mit @seelefuetter und auf Instagram mit @seelefuetter_glutefrei




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